Kleine Marketing-Anmerkungen
für Musikschulen und Musiklehrkräfte

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Über Ihr/Dein Feedback würde ich mich sehr freuen.
Vorüberlegungen
- Alle unsere
Geldgeber sind die Hauptpersonen unseres Handelns.
Das
schließt unsere Schülerinnen und Schüler, unsere
gegenwärtigen wie unsere ehemaligen und unser zukünftigen
ebenso ein wie die entsprechenden Eltern und
Erziehungsberechtigten, unsere öffentlichen und privaten
Zuschuss-Geber und unsere Sponsoren.

Anatomie eines Kunden (nach den Angaben eines Marktforschungsinstitut)
Es macht dem Kunden nichts aus, wenn er viel Geld für ein Produkt oder eine Dienstleistung bezahlt, solange die Qualität den Preis rechtfertigt.
Der Kunde ist besonders misstrauisch, wenn er das erste Mal 'kauft':
ER möchte keinen Fehler
machen.
ER ist deshalb dankbar, wenn der beratende Dienstleistungsgeber
ihn vor möglichen Fehlern
oder Fehlentscheidungen schützt.
Der Kunde hat Erwartungen
a) durch seine bisherigen Erfahrungen
b) durch die Musikschul-Identität
c) durch die Versprechungen der Werbung.
Der Kunde hat ein Verlangen nach Sicherheit, Würde, Selbstachtung und Achtung vor dem anderen.
Er, der 'Kunde', sucht deshalb nach einem Vertrauensverhältnis, nicht nach einem herzlichen Verhältnis sondern nach einem Vertrauensverhältnis. Und er erwartet, dass die Musikschule (Lehrkräfte/Verwaltung), dass die private Lehrkraft allumfassend kompetent ist, um dieses Vertrauen aufzubauen und auch aufbauen zu wollen.
Auch der Kunde - und besonders unsere Kunden - hat Erfahrungen als Kunde und als 'Verkäufer'. Und ER will als Kunde freundlich behandelt werden.
Der Kunde weiß, dass er nicht auf die Musikschule, auf die Lehrkraft angewiesen ist. Und er spürt zugleich intuitiv, dass die Musikschule, dass die Lehrkraft sehr wohl auf all ihre 'Kunden', auf ihre ehemaligen, gegenwärtigen angewiesen ist.
Der Kunde versteht sich als
vornehmlicher Zweck unserer Arbeit.
ER weiß, dass er uns einen Gefallen tut, wenn ER zu uns kommt.
Kunden sind keine Leute, mit denen man streitet oder über die man schlecht spricht. Bei einem möglichen Disput gewinnt die Musikschule, die Lehrkraft vielleicht in einer einzelnen Disziplin, den ganzen Wettkampf gewinnt jedoch immer der Kunde, niemals die Lehrkraft, niemals die Musikschule.
Der Kunde gibt uns seine Wünsche und Probleme kund.
Es ist Aufgabe der Musikschule, der Lehrkraft diese Wünsche unverzüglich zu erfüllen, diese Probleme unverzüglich zu lösen. Je besser wir sie lösen bzw. erfüllen, desto sicherer und rentabler ist unsere Zukunft.
Der Kunde ist die Basis unseres erfolgreichen Handelns, also unseres Erfolges.
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Denkbare Marketing-Maßnahmen
Da die öffentlichen Kassen leer sind, richtet sich eine doppelte Fragestellung an die Musikschulen:
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Die 'Kunden der Musikschule', Ihre 'Kunden' sind nicht nur die Schüler und deren Eltern, sondern ebenso Ihre Geldgeber, alle Geldgeber, also auch das Land und die Kommune.
Und hier ist zu untergliedern zwischen Verwaltungsapparat (= Landesregierung und Kommunalverwaltung) und politischer Vertretung (= Landtag und Kreistag/Stadtrat/Gemeinderat).
Amerikanische Wissenschaftler haben Untersuchungen angestellt, wonach wir Menschen mindestens 85%, häufig über 95% unserer Entscheidungen nur emotional treffen.
Wenn dies zutrifft, dann müssen die Musikschulen ihre Grundpositionen, ihre innere Einstellung zu ihren Kunden neu überdenken.
Überprüfen Sie deshalb Ihre emotionalen Einstellungen gegenüber all diesen Personengruppen und schaffen Sie emotionale (Ver-)Bindungen, (Ver-)Knüpfungen.
Bildhaft gesprochen:
Lassen Sie alle Zielpersonen, also
- Ihre Schüler und deren Eltern
- Ihre Kommunal- und Landespolitiker
- Ihre Verwaltungsbeamten
in Ihrer Musikschule "in der ersten Reihe sitzen" und
nehmen Sie selbst nur in der zweiten Reihe Platz.
Denn Ihre Zielpersonen sind in
erster Linie Menschen, und erst in zweiter Linie Geldgeber,
Schüler, Kunden.
Und deshalb reagieren Sie in erster Linie menschlich.
Rechnen Sie nicht immer gleich
mit dem durchschlagenden Erfolg, sondern üben Sie sich in der
'Tugend' der Geduld und des langen Atems. (Steinmetz-Technik)
Handeln Sie aber selbst, damit andere keine Chancen zum Handeln
erhalten.
Klären Sie, was Schüler, Eltern, Politiker wirklich von Ihnen,
von Ihrer Musikschule wollen und von Ihnen, von Ihrer Musikschule
erwarten.
'Klären' meint keine autokratischen Philosophien oder
Transkriptionen des eigenen Wunschdenkens
sondern eine emotionsfreie, gewissermaßen 'coole' Analyse.
Dieser
Personenkreis will von Ihnen haben
- eigenen Nutzen
- Ihre Versprechungen (Vorsicht!)
- Ihre Glaubwürdigkeit, Zuverlässigkeit und Ihre eigene
Begeisterung für die Musik und für
Ihre Musikschule
- Ihre Problemlösungen
- Ihren Erfolg, Ihre Anerkennung, Ihre Zuneigung
- die Meinung anderer über Sie und über Ihre Musikschule sowie
die Anerkennung
- und den Respekt Dritter für Ihre Musikschule
- die Identität und den Stil der Musikschule, Ihre Identität
und Ihren Stil
- Erwartungen aus Ihren Angeboten
- einleuchtende Argumente, Aufrichtigkeit und Klarheit
- Ihren guten Namen (Markennamen) und Ihren
guten Geschmack
- Ihre Beständigkeit
- Ihren Wert und Ihr Ansehen
- Risiko-Freiheit (Probezeit, Schnupperstunden)
- Ihre Auswahl (auch in den
Unterrichtsformen, die Finanzen sind ein ganz anderes Thema)
(Ihr!) Optimismus ist gefragt, und jeglicher Pessimismus ist 'out'

Pflegen Sie Kontakte zu Politikern und Eltern (Gesprächabende).
Nachbereitung der An- und
Abmeldungen
z. B. durch Dankschreiben, Anmeldebestätigungen,
Abmeldebestätigungen, Fragebögen, Alternativangebote,
Projektangebote.
Sorgen Sie für die
Bequemlichkeit Ihrer Schüler und deren Eltern:
- z. B. durch Aufenthaltsräume, Cafeteria,
Instrumentenversicherungen.
Und machen Sie es Ihnen leicht, Unterricht zu erhalten (Außenstellen).
Eine wichtige Rolle spielt die Hinführung zum Üben.
Themen z. B.: Unterricht am
Sonnabend, Ergänzungsunterricht in den Ferien, zentrale Termine
für Schüler in Orchestern und Ensemblen,
Fax,
Anrufbeantworter, EMail, Internet-Portal.
Bürozeiten,
Sprechstunden auch am Abend, Telefon-Hotline.
Und nochmals:
Fragebögen auch anonyme:
Fragen führen zu Antworten, Antworten zu Beziehungen,
Beziehungen zu Weiterempfehlungen oder Anmeldungen.
- Seien Sie
flexibel.
- Kreieren Sie neue
Unterrichtsfächer, neue Unterrichtsformen, Piepmatzkurse,
Musikal. Späterziehung,
neue Tanzformen, 30-Min.-Unterricht, Kombi-Unterricht.
- Setzen Sie die
Macht der Headlines der Titel und Überschriften - ein.
Aber kleine statt
große Schritte:
Informationen, Info-Abend, Anmeldung, (kostenlose?) Probezeit.
Marketing
benötigt
- Überraschungen (z. B. außergewöhnliche Veranstaltungen, Ton
und Tasse, Klangstraße)
- klares
Herausstellen der Vorzüge ohne
Prahlerei, Arroganz oder Überheblichkeit
- keine
falsch verstandenen Qualitätsbegriffe
- Aufforderungen
zum Handeln
- Worte,
Klänge und Bilder
- kleine
Geschenke/Bestechungen
und wenn es im Advent ein paar Süßigkeiten in den Büros
ist.
Verhindern Sie
den konkurrierenden Wettbewerb durch Zusammenarbeit, die großen Konzerne und Banken tun dies auch.
Bilden Sie Allianzen, z. B. durch gemeinsame Musikfeste oder
durch gemeinsame Benefizkonzerte.
Nutzen Sie
aber auch Ihre Wettbewerbsvorteile, vereinbaren Sie miteinander
Marketingziele.
Schulen Sie alle Mitarbeiter im Umgang mit den Zielpersonen.
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Meine
neue Internetpräsenz ist nun fertiggestellt.
Man findet sie unter: http://www.Guenter-Kaluza.de
Wegen der sehr hohen Besucherzahlen auf diesen Seiten
wird diese Präsenz jedoch vorerst bestehen bleiben.
Copyright © 2000
und 2008 by Günter Kaluza
Weißiger Str. 8 D-01465 Langebrück
Tel. + 49 (0) 163 733 1685
Fax + 49 (0) 321 2122 9576
Email: mailbox [at] GKaluza.de